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Interessantes zur Unternehmens­nachfolge

Wie Nachfolgeformen den Führungsstil beeinflussen

Der Führungsstil in Unternehmen hat maßgeblichen Einfluss auf die Produktivität und damit auf die Wettbewerbsfähigkeit am Markt. In diesem Punkt gibt es keinen Königsweg, da die Anforderungen in jedem Bereich unterschiedlich sind. Eine kreative Atmosphäre, wie sie in einer Werbeagentur herrscht, ist bei einem Zulieferer der Automobilindustrie fehl am Platz. Langfristigen Erfolg haben nur Manager, die es schaffen, sich auf wechselnde Gegebenheiten einzustellen.

 

Unternehmensnachfolge: Einfluss des Führungsstils

Große Bedeutung kommt dem Führungsstil bei der Regelung der Unternehmensnachfolge zu. Alte Strukturen werden in der Regel aufgebrochen und neue etabliert. Grundsätzlich beschreiten mittelständische Unternehmen verschiedene Wege bei der Nachfolgeregelung. Management Buy-out oder der Management Buy-in zählen zu den häufigsten Formen. Darüber hinaus kann  auch ein Mitbewerber oder eine Investmentgruppe als Käufer in Erscheinung treten. Begleitet werden alle Formen der Unternehmensnachfolge in der Regel von einem Management-Wechsel, der wiederum einen Paradigmenwechsel bei Führungsstil auslösen kann.

 

Management Buy-out: Der Kollege wird zum Chef

Erfolgt die Unternehmensnachfolge durch einen sogenannten Management Buy-out, wird ein Mitarbeiter des Unternehmens zum Nachfolger des ausscheidenden Geschäftsführers. Wird der Kollege zum Chef, hat das nur geringe Auswirkungen auf den Führungsstil. Ein autoritäres Führen der Firma wird der ehemalige Kollege nicht auf Dauer durchsetzen können, ohne auf Widerstand oder Fluktuation in der Belegschaft zu stoßen. Generell erfolgt beim Management Buy-out kein Wechsel des Führungsstils und auch nur selten kommt es zu einem Austausch des Managements. Nicht selten holen die Nachfolger in diesem Fall einen finanzstarken Investor mit ins Boot.

 

Management Buy-in: Der branchenfremde Manager

Eine völlig andere Situation entsteht beim sogenannten Management Buy-in. In diesem Fall übernimmt ein firmenfremder Manager die Lenkung des Unternehmens. In der Regel handelt es sich um branchenfremde Personen, die Anteile am Unternehmen übernehmen und als Geschäftsführer fungieren. Dieser Weg birgt ein gewisses Risiko, denn erfahrene Manager sind bestimmte Führungsstrukturen und Entscheidungswege gewöhnt, die nicht zwangsläufig mit denen im jetzigen Unternehmen übereinstimmen müssen. Branchenfremde Manager tun sich selbst einen Gefallen, wenn sie sensibel den bisherigen Führungsstil analysieren und Teile davon übernehmen, als mit der Holzhammermethode einen neuen Stil einzuführen.

 

Übernahme durch ein Unternehmen

Erfolgt die Nachfolgeregelung durch die Übernahme eines externen Unternehmen, eventuell durch einen Mitbewerber, wird nach Ablauf einer Übergangszeit in der Regel das Management ausgetauscht. Bei dieser Form der Unternehmensnachfolge ist von der übernehmenden Firma Fingerspitzengefühl bezüglich der Mitarbeiterkommunikation gefragt. Während der Eingliederung müssen die Mitarbeiter über die einzelnen Schritte auf dem Laufenden gehalten werden. Größtmögliche Transparenz ist das Gebot der Stunde, wenn ein neuer Führungsstil etabliert werden soll. Der Grund: Die Mitarbeiter sollen hinter den Entscheidungen der neuen Unternehmensführung stehen und sie im Idealfall mittragen.

 

Innerbetriebliche Führungsstrukturen als Hindernis

In der Praxis erweisen sich nicht selten innerbetriebliche Führungsstrukturen als Hindernis für den wirtschaftlichen Erfolg. Stagnierende Umsätze, gleichbleibende Gewinne bei einer absolut wettbewerbsfähigen Produktpalette lassen sich nicht selten mit Führungsschwäche erklären. In zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen fehlt die zweite Führungsebene nach dem Geschäftsinhaber. Alle Drähte laufen bei einer Person zusammen, doch damit wächst die Überlastung. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele ältere Unternehmer keine persönlichen Veränderungen beim Führungsstil akzeptieren. Diese Dinge können den Prozess der Nachfolgeregelung erst in Gang setzen.

Die Verflechtung von Unternehmensnachfolge und Führungsstil ist äußerst komplex. Der praktizierte Führungsstil kann sowohl förderlich als auch ein Hemmschuh sein. Unser Expertenteam steht Ihnen bei diesen und allen weiteren Fragen rund um die Unternehmensnachfolge gern als (langfristiger) Ansprechpartner zur Verfügung.

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